Lembke: Mehr Polizeipräsenz statt Videoüberwachung am Hansaplatz

Gepostet am 1. Mai 2019

01. Mai 2019 – Die FDP Hamburg-Mitte steht dem erneuten Aufstellen von Videokameras zur Eindämmung der Kriminalität am Hansaplatz kritisch gegenüber.

Hierzu Cindy Lembke, stellvertretende Bezirksvorsitzende und Direktkandidatin zur Bezirksversammlungwahl in St. Georg:


„Die geplante Videoüberwachung des Hansaplatzes stellt für uns Freie Demokraten einen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Bürger*innen dar. Insbesondere Anwohner*innen, aber auch Besucher*innen sollen sich im öffentlichen Raum frei bewegen können ohne das Gefühl zu haben, unter permanenter Überwachung zu stehen.


Zu strafrechtlich relevanten Auseinandersetzungen kommt es hauptsächlich zwischen Bürger*innen, die unter Drogeneinfluss stehen, alkoholisiert oder obdachlos sind. Da diese Personen oftmals aus dem Affekt heraus handeln, wird die geplante Videoüberwachung maximal zur Aufklärung beitragen, die Taten aber nicht verhindern können. Nur eine Verstärkung der Polizeipräsenz vor Ort kann durch Abschreckung und rechtzeitiges Eingreifen der Polizeikräfte die Kriminalität am Hansaplatz eindämmen.

Primäres Ziel muss es allerdings sein, nicht nur die Symptome in Form von Kriminalität und Ordnungswidrigkeiten zu bekämpfen, sondern auch das Problem an der Wurzel zu lösen, denn nur so wird sich die Lage am Hansaplatz wandeln. Niederschwellige Hilfsangebote und eine verstärkte Arbeit von Streetworkern sollen den Bürger*innen, die obdachlos und/oder drogen-bzw. alkoholabhängig sind helfen, ihre eigene Lebenssituation zu verbessern. Auch ein Einsatz von Streetworkern aus dem Heimatland der Betroffenen ist zu prüfen, wie es beispielsweise bereits in Berlin erfolgreich der Fall ist.“

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