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Käsbach: Personalsituation beim ASD Wilhelmsburg prüfen!

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Zum schrecklichen Tod von Lara aus Wilhelmsburg und der gestrigen Sitzung des Familien-, Kinder- und Jugendausschusses der Hamburger Bürgerschaft erklärt die sozialpolitische Sprecherin der FDP Hamburg Martina Kaesbach: „Eins hat die gestrige Sitzung des Familienausschusses der Bürgerschaft gezeigt: Es geschehen trotz der von der Sozialbehörde eingeleiteten Maßnahmen nach dem Fall Jessica offenbar immer noch schwere Mängel bei der Festlegung, Dokumentation und Controlling einer Hilfeplanung nach dem SGB VIII. Deshalb aber nun den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) unter Generalkritik zu stellen oder sofort den Ruf nach erhöhten Standards zu erheben, geht an der Sache vorbei."

 

„Erhöhte Standards bedeuten nämlich mehr Dokumentation, mehr Verwaltung und damit gesteigerte Kosten. Was verlangt man vom ASD? Mehr Dokumentation oder mehr Hausbesuche?“, so Martina Kaesbach weiter. „Im Fall Lara ist vorrangig zu klären, ob die defizitäre Hilfeplanung an den fehlenden personellen Ressourcen des ASD Wilhelmsburg gelegen hat, und eventuell Überlastungsanzeigen vorliegen. Von den 30 zusätzlichen ASD-Stellen, um die der Senat den ASD-Personalstand im Januar aufgestockt hat, sind erst 20 besetzt. Kein Wunder. Die ASD-Tätigkeit ist mit sehr hoher Verantwortung verbunden und seit der Einführung des neuen Tarifrechts für öffentliche Angestellte (TVöD) unattraktiv. Wer will sich schon dem ständigen Risiko der fahrlässigen Tötung aussetzen und zugleich in der Entgeltgruppe 8 mit 1.300 Euro monatlich befinden?"

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 16. Juli 2009 um 09:51 Uhr