Hamburg, 10. Mai 2010 - FDP-Bezirksvorsitzende Karena Hinze schlägt Alarm: So zementiert die Schulreform den Bildungsnotstand in Hamburg-Mitte
In Billstedt und Wilhelmsburg treten die Probleme rund um die Schulreform wie unter einem Brennglas zu Tage.
Diese Ansicht vertritt die FDP-Bezirksvorsitzende Karena Hinze: "Viele Schulen sind dringend renovierungsbedürftig, wegen Geldmangel wurden nötige Maßnahmen bisher verschoben. Und jetzt die teure Schulreform! Woher soll dann das Geld für neue Einrichtung, Putz und Farbe kommen? Selbst die gefeierte Grundschule in der Hafencity muss jetzt schon ausgebaut werden."
Für Billstedt, einem Stadtteil mit 70.00 Einwohnern, sei künftig nach der Primarschule nur ein Gymnasium geplant: "Besonders vertrauenserweckend ist das nicht. Wenn die Primarschule ein Erfolg würde, müsste hier doch der Bedarf steigen! Gymnasien und Stadtteilschulen müssen gleichwertig nebeneinander existieren, sonst ist die Einheitsschule schon jetzt Realität", so Hinze.
Welcher Kulturverlust durch die Beschneidung der Gymnasien um die Klassen 5 und 6 drohe, erläutert Hinze am Beispiel der renommierten Sophie-Barat-Schule. "Dieses katholische Gymnasium ist prinzipiell für alle offen, die Anmeldezahlen übersteigen bei weitem die Kapazitäten. National und international sorgen die Erfolge des musischen Zweigs und die Sprachkompetenzen der Schüler immer wieder für Aufsehen. Die Abiturienten finden sich in zahlreichen Top-Stipendienprogrammen wieder. Und dafür soll die Schulleiterin Schwester Podlesch mit dem Entzug der ersten beiden Klassen bestraft werden, in denen eigentlich die Weichen gestellt werden sollen."
100 Meter Luftlinie von der "Sophie-Barat-Schule" entfernt bemühe sich die Uni um mehr Exzellenz und fordere auch besser qualifizierte Studenten. Prof. Siegfried Stiehl, Vize-Präsident der Uni, beklagt elementare Defizite bei Naturwissenschafts-Studenten. "Wie soll sich das ändern, wenn das Streben nach Bildungsqualität bereits durch eine nivellierende Primarschule konterkariert wird?", fragt Karena Hinze.
Die Erhöhung der KITA-Beiträge schließlich setze dem Bildungsnotstand die Krone auf: "Wenn überhaupt in prekären Milieus angesetzt werden soll, dann durch gute und bezahlbare frühkindliche Bildung. Aber Fehlanzeige! Die Vorschulen fallen aus und die KITA´s werden immer teurer, statt dessen klebt man zwei Jahre an die Grundschule dran!"
Für Dienstag, den 11. Mai 2010, 18.00 Uhr lädt Karena Hinze ins JURACoffee in den Alsterarkaden zur Eröffnungsveranstaltung der Hamburger FDP-Kampagne für den Volksentscheid.
(Karena Hinze ist 43 Jahre alt, hat eine 10jährige Tochter in der 4. Klasse der Katharinenschule in der Hafencity und gehört dort zum Elternrat.)
Henry C. Brinker
Pressesprecher
FDP Landesverband Hamburg
Rothenbaumchaussee 1
20148 Hamburg
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