FDP Bezirksverband Hamburg Mitte

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Willkommen zu Hause, Heiliger Vater !

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Dies sind die Worte, mit denen Bundespräsident Christian Wulff (CDU) Papst Benedikt XVI. zu seinem aktuellen Deutschlandaufenthalt begrüßt hat. Die Rede, die der Papst vor dem Deutschen Bundestag am 22.09.2011 hielt, war mit viel Spannung erwartet worden, hatten doch viele kritische Abgeordnete bereits im Vorfeld angekündigt, der Rede des Papstes im Deutschen Bundestag fernbleiben zu wollen. Diese Spannung war vollends gerechtfertigt, denn Papst Benedikt XVI. hat mit seiner menschenrechts- und ökologiebetonten Rede die seinen Deutschlandbesuches zu einem bemerkenswerten historischen Ereignis werden lassen.

Aktuell befassen viele kirchenpolitische Fragen die öffentliche Debatte. Der Priesterzölibat, der Missbrauchsskandal, die Zulassung von Wiederverheirateten Geschiedenen zur Eucharistiefeier, die kirchliche Anerkennung von gleich- geschlechtlichen Lebensgemeinschaften, und, und, und. Aber: Kirche ist immer unterwegs. Sie strömt nicht nur durch die Zeit, sondern ist auch barmherziger Anker und Stützpfeiler für alle Menschen. Alle Bürger dieses Landes sind Suchende nach Antworten auf diese Fragen. Es liegt in der Natur der Sache, dass alle diese Fragen nicht in einer einzigen Rede beantwortet werden können. 

So manch einer der ferngebliebenen Bundestagsabgeordneten wird deshalb seine Haltung nach der seiner Rede überdacht haben. In seiner Rede legte Benedikt XVI. unserem politischen Handeln zugrunde liegende Grundlagen offen, die durchweg auch Bestandteil unseres liberalen Gedankengutes sind. Benedikt XVI. betonte die Unveräußerlichkeit der Menschenrechte und die Würde des Menschen als wichtigstes Menschenrecht und über allem stehendes Gebot.

Er würdigte ausdrücklich die Überparteilichkeit der ökologischen Bewegung als Ausfluss des Gebotes der Bewahrung der Schöpfung. Er sprach davon, dass die ökologische Bewegung „ein Fenster geöffnet habe“ und würdigte damit auch das Engagement vieler Freiwilliger, die sich in Bewegungen und Vereinen zusammengeschlossen haben, um unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen. Welch eine Wertschätzung für uns in Hamburg als Umwelthauptstadt 2011 ! Welch eine Wertschätzung für die vielen Kleingärtner, die Gottes schöne Natur vor Ort in ihren Vereinen Tag für Tag schützen und pflegen. Danke, Papst Benedikt ! Bravo, Benedetto !

Benedikt XVI. mahnte schließlich vor der unkontrollierten Manipulierung der Schöpfung durch den Menschen. Schließlich richtete er eine ausführliche Passage an die Politik, den Positivismus des Gesetzgebers zu relativieren. Er mahnte damit indirekt an den Gesetzgeber an, die sogenannte „Normenflut“ einzudämmen, also die nicht mehr benötigten Vorschriften auch zeitnah außer Kraft zu setzen, damit das geltende (positive) Gesetz auch für den Bürger erkennbar wird. Dies ist eine seit Jahren durch die FDP erhobene Forderung.

Mit dieser Rede hat Benedikt XVI. wieder einen Eckpfeiler für das Papsttum in Deutschland, für die Grundwerte des Liberalismus und insbesondere für die besondere Wichtigkeit des Schutzes der natürlichen Lebensgrundlagen gesetzt.

Habemus Papam !

alt

 

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