06.04.2010 - Die FDP Billstedt ist besorgt über den verwahrlosten Zustand des 2003 von Billstedter Jugendlichen errichteten und mit einer öffentlichen Feier eingeweihten Mahnmals zum Gedenken an die Zwangsarbeiter, die während des zweiten Weltkrieges für den Autobahnbau und Hafenbefestigungen in Billstedt Kies abbauen mussten.
Hierzu erklärt die Kreisvorsitzende Martina Kaesbach: „Das Mahnmal im Sonnenland hat einen wichtigen Symbolwert für das Billstedter Gemeinwesen in zweierlei Hinsicht. Zum einen erinnert es an die menschenverachtende Ausbeutung von Zwangsarbeitern im zweiten Weltkrieg und zum zweiten ist es ein Beleg für ein erfolgreiches gemeinschaftliches Projekt von Billstedter Jugendlichen, die nicht gerade auf der Sonnenseite der Gesellschaft aufgewachsen sind.“
Das Mahnmal ist bewusst an einer Böschung am Fußgängeraufgang vom Sonnenland zum Oststeinbeker Weg aufgestellt worden, damit es von vielen Fußgängern frequentiert wird. Es besteht aus einer ehemaligen Lore und einer Gedenktafel. Die Lore ist am unteren Teil verdreckt und an beiden Seiten mit Graffiti beschmiert, die Gedenktafel ist teilweise zerstört, die Böschung ist erheblich vermüllt, und es liegen haufenweise Reste von Abholzaktionen herum.
Martina Kaesbach weiter: „Die FDP Billstedt schlägt auf Anregung von Bürgern folgendes vor: Das Bezirksamt HH-Mitte stellt einen Papierkorb an der Böschung auf und sorgt für das Errichten eines historischen Schildes. Zudem wird der Boden, auf dem die Lore steht, mit Platten belegt, damit den Passanten auffällt, dass es sich bei der Lore um ein Mahnmal handelt. Die Lore selbst wird mit einer Abdeckung geschützt. Zu guter letzt regt die FDP Billstedt an, hin und wieder den Bezirklichen Ordnungsdienst mit einem dortigen Kontrollgang zu beauftragen, damit eine weitere Vermüllung der Böschung verhindert wird. Die FDP Billstedt ist gern bereit, bei der Reinigung der Böschung und dem Entfernen des Graffiti mitzuhelfen.“







